Mothers Finest Live in Nieder-Olm - 10.Juni 2015

Mothers Finest LIVE

Mothers Finest Live in Nieder-Olm 001

Mothers Finest Live in Nieder-Olm,

Wie selbstverständlich klingen sie wieder im Ohr, jene Hits aus der Karriere von "Mother's Finest": "Baby Love" oder "Mickey's Monkey". Beim Konzert in Nieder-Olm spielte die Gruppe zwar als eine der Zugaben "I Don't Wanna Come Back". Doch ungeachtet des Titels setzten die legendären Funk-Rock-Klassiker noch ein Stück drauf. Das Publikum jubelte und streckte wie die Sängerin die Arme in die Luft. Das ist Musik, die in den Bauch und die Beine geht, deren Bässe und Schlagzeug-Beats mit immer wieder ausufernden Crescendi das Zwerchfell zum Vibrieren bringen. Soweit die gut 400 Besucher in der Ludwig-Eckes-Halle abseits vom dichten Gedränge Platz finden, tanzen sie Generationen übergreifend zu den Songs des noch immer vitalen und charismatischen Sextetts um die Sängerin Joyce "Baby Jean" Kennedy und den Sänger Glenn "Doc" Murdock.

Mothers Finest Live in Nieder-Olm 002 "Mother's Finest" ist in erster Linie die funky durchdringende Röhre der Frontsängerin Joyce Kennedy sowie die Stimme ihres Ehemannes Glenn Murdock. Dazu die krachenden Gitarrenglissandi von Gary "Moses Mo" Moore und John "the Devil" Hayes, die erdigen Bassläufe von Jerry "Wyzard" Seay sowie das donnernde Schlagzeug von Deion "Derrick" Murdock. Es ist nahezu infernalisch laut in der großen Halle. Selbst abgebrühte Fans haben Stöpsel oder Watte in den Ohren. Die Gitarren jaulen in der elektronischen Verzerrung, der E-Bass wummert trocken, das Schlagzeug treibt die Band mit rasenden Schlägen vor sich her. Diese Mixtur aus funky Rockmusik mit ihren Rhythm&Blues-Harmonien sowie den Heavy-Metal-Ausbrüchen muss offensichtlich so laut sein, um ihre Wirkung voll zu entfalten. Schließlich hatte die Gruppe vor fast 40 Jahren mit dem Hard-Funk-Album "Bay Love" den großen Durchbruch erzielt. Für die korrekte Aussteuerung spricht, dass die Stimmen der Sängerin und des Sängers stets durchdringen und erkennen lassen, dass weder Doc Murdock noch Baby Jean an tragendem Stimmvolumen eingebüßt haben.

Darin stimmen die Fans überein, die 1993 das letzte Konzert in der alten Nieder-Olmer Festhalle erlebt hatten. Sie folgen auch dieses Mal der Aufforderung Kennedys und singen viele der Songs mit. Ob nun "Burning Love", "Can't Fight The Feeling", "Baby Love" oder "She's ready", der Text liegt ihnen auf den Lippen. Die Zuhörer lauschen aufmerksam, ja fast andächtig, der langsamen Blues-Ballade "Cry Baby", die "Baby Jean" zu den unplugged gezupften Gitarren von "Moses Mo" und John Hayes ausdrucksstark und sensibel interpretiert. Die zahlreichen Zuhörer feiern ebenso enthusiastisch Moores Gitarrenakrobatik bei "Mickey's Monkey", als der ziegenbärtige Saitenkünstler bei seinen verzerrten Läufen rücklings auf dem Bühnenboden liegt. Immer noch überzeugend "Mother's Finest" sind heute wie einst angetreten, um Hard-Rock, Funk, Soul und Gospel zu vermählen. Es gelingt ihnen immer noch überzeugend, meinen die Veranstalter Hubert Buchta und Lars Niemeyer, die die US-Rocker mit Kult-Status zum zweiten Mal nach Nieder-Olm holten und sich an den legendären Rockpalast-Gig von 1978 erinnern.

Text: Klaus Mümpfer, Fotos: Mothers Finest





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